Jetzt anmelden: Workshops von Genocide-Alert in Berlin und Frankfurt zu Prävention von Völkermord und Massenverbrechen

Zum 20. Jahrestag des Massakers von Srebrenica stellt sich die Frage, welche Lehren die internationale Gemeinschaft gezogen hat: Welche Instrumente zur Prävention und Früherkennung von Völkermord stehen zur Verfügung? Welche weiteren Schritte sind notwendig? Was sind die Auswirkungen von Srebrenica auf heutige politische Debatten? Wie würde die Staatengemeinschaft heute reagieren?

Um diese Fragen zu diskutieren, veranstaltet Genocide Alert einen Workshop, der zunächst am 25. und 26. Juli in Frankfurt am Main stattfindet und dann ein zweites Mal am 1. und 2. August  in Berlin. Der Workshop richtet sich an Studierende und andere Interessierte mit guten Englischkenntnissen.

Quelle: I, Pyramid / wikipedia.org, eigene Bearbeitung

Quelle: I, Pyramid / wikipedia.org, eigene Bearbeitung

In den Tagen nach dem 11. Juli 1995 wurden in der von Blauhelmen der Vereinten Nationen gesicherten Schutzzone Srebrenica über 8000 Bosniaken, meist Jungen und Männer, von bosnisch-serbischen Truppen ermordet. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien hat diese Verbrechen als Völkermord bewertet. Zum 20. Gedenken an die Ereignisse veranstaltet Genocide Alert Workshops, die einen Überblick über Instrumente zur Früherkennung und Prävention solcher Verbrechen geben sollen.

Die Workshops finden am 25. und 26. Juli in Frankfurt und am 1. und 2. August in Berlin statt. Anhand des Beispiels Srebrenica soll neben der Völkermordprävention auch die Rolle der internationalen Strafjustiz, der Vereinten Nationen sowie von UN-Blauhelmmissionen beim Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten diskutiert werden. Gemeinsam mit Referenten, wie z.B. Sebastian Gräfe (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik) in Berlin und Bruno Schoch (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung) in Frankfurt, beschäftigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Themen Frühwarnung, Prävention, Transitional Justice und internationale Reaktion auf Massenverbrechen.

Gute Englischkenntnisse sind notwendig, da die Arbeitsmaterialien teils auf Englisch sind. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt.

Wir bitten um Anmeldung, spätestens bis zum 17. Juli 2015 unter Angabe von Name, Kontaktdaten, Beruf oder Tätigkeit und Veranstaltungsort des Workshops an folgende E-Mail Adresse: sekretariat@genocide-alert.de

Workshop 1
Datum: 25. und 26. Juli
Ort: Frankfurt am Main, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Workshop 2
Datum: 1. und 2. August
Ort: Berlin, BMW Stiftung

Beide Workshops sind inhaltlich gleich.

Geplanter Ablauf:

Tag 1 (Samstag)

Beginn: 10 Uhr

Einführung

Frühwarnung und Risikofaktoren

Prävention und internationale Unterstützung

Transitional Justice und internationale Strafgerichtsbarkeit

Ende Tag 1: ca. 17 Uhr

Tag 2 (Sonntag)

Beginn: 9 Uhr

Reaktion auf Gräueltaten und Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten

Abschlussdiskussion mit Referent

Ende: 14:30 Uhr

Weitere Informationen folgen in Kürze.


Diese Veranstaltung ist Teil eines Projekts von Genocide Alert zum Gedenken an das Massaker von Srebrenica.
Das Projekt wird zum Teil aus dem Solidaritätsfond der Hans-Böckler-Stiftung finanziert.

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