Diskussion im Anschluss an die Jahreshauptversammlung 2018 in Berlin

Neuer Vorstand bei Genocide Alert – Jahreshauptversammlung 2018

Am 5. Mai 2018 trafen sich unsere Mitglieder zur Jahreshauptversammlung 2018 in Berlin. Es waren u.a. Mitglieder aus Berlin, Bonn, Hamburg, Frankfurt und Paris anwesend, außerdem gab es Teilnehmer die virtuell über eine Videokonferenz zugeschaltet waren.

Die Mitglieder wählten einen neuen Vorstand: Dabei ging der Vorsitz von Robert Schütte, der dem Verein seit der Gründung 2007 vorstand, an Gregor Hofmann über, der seit August 2013 Mitglied des Vorstandes ist. Robert Schütte wird dem Vorstand weiterhin angehören, der von Emilia von Mettenheim, Robin Hering und Mark Twisselmann, ab sofort Kassenwart, komplettiert wird.

Robert Schütte blickte sehr zufrieden auf die Etablierung des Vereins in der deutschen Politiklandschaft zurück. Seit der Gründung von Genocide Alert e.V. in einem Café am Friesenplatz in Köln im Jahr 2007 habe sich der Verein immer weiter professionalisiert. Der neue Vorstand dankte Robert Schütte für sein ununterbrochenes und enormes Engagement und die Energie mit der er Genocide Alert aufgebaut hat. Die versammelten Mitglieder begrüßten, dass er dem Verein als Vorstandsmitglied erhalten bleibt.

Jens Stappenbeck hat nicht nochmals für den Vorstand kandidiert, wird dem Verein zeitnah jedoch in neuer Funktion als Geschäftsführer zur Verfügung stehen. Mira Ballmaier und Jessica von Farkas haben ebenfalls nicht nochmals für den Vorstand kandidiert. Der Vorstand dankte Ihnen für ihre Arbeit für Genocide Alert. Ihr Engagement war eine enorme Bereicherung für die Arbeit des Vereines.

Bei dem Treffen wurde ein Blick zurück auf die Arbeit des Vereins im letzten Jahr geworfen: Die Arbeit von Genocide Alert konzentrierte sich 2017 besonders auf Deutschland. Gemeinsam mit der Außen- und Sicherheitspolitischen Vereinigung der Parlamentsmitarbeiter/innen, internationalen Expertinnen und Experten sowie dem Auschwitz Institute for Peace and Reconciliation (AIPR) hat Genocide Alert Möglichkeiten diskutiert, wie Bundestagsabgeordnete die Prävention von Gräueltaten in der deutschen Außenpolitik stärken könnten. Ein weiterer Schwerpunkt lag im vergangenen Jahr auf dem von Genocide Alert veröffentlichten Menschenrechtszeugnis zur Bundestagswahl, das häufig auf der Homepage von Genocide Alert aufgerufen wurde. Doch auch international vernetzte sich Genocide Alert weiter mit anderen Organisationen, etwa beim IFAIR-Forum „Common Remembrance, Future Relations“ und bei einer Konferenz des Women’s Network on the R2P, Peace and Security.

Doch auch nach vorne wurde geschaut: So möchte das AIPR auch in Zukunft mit Genocide Alert im Rahmen eines anderen Projektes, dem Global Parliamentarians Program, zusammenarbeiten. Außerdem gilt es, das aus dem Parlamentarierprojekt entstandene Policy Paper von Jens Stappenbeck, welches 27 konkrete Handlungsempfehlungen für Parlamentarier für eine effektivere Prävention von Massenverbrechen enthält, bekannt zu machen.

Genocide Alert steht also ein spannendes Jahr bevor: Nach der langen Regierungsbildung und der Einrichtung der Ausschüsse im Bundestag kommt das politische Berlin wieder in Schwung. Genocide Alert wird auch 2018 am Ball bleiben und sich mit einem neuen Vorstand weiterhin für eine wirksame Verhinderung und Bestrafung schwerster Menschenrechtsverbrechen wie Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit einsetzen.

Dabei hofft der Verein auf neue Mitglieder: Wer Interesse hat sich für Menschenrechte und eine Welt ohne Massenverbrechen zu engagieren, ist herzlich eingeladen, sich bei Genocide Alert e.V. einzubringen.


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