
Mit großer Besorgnis nimmt die Menschenrechtsorganisation Genocide Alert die von der sudanesischen Regierung ausgesprochene Ausweisung von bis zu 10 westlichen humanitären Hilfsorganisationen aus der Krisenregion Darfur zur Kenntnis und fordert die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. Unter den Organisationen befinden sich Oxfam, Ärzte ohne Grenzen, Save the Children, Refugee Council, Care, Actions Contre La Faim, International Rescue Committee und Mercy Corps.
Von diesem Schritt sind nach ersten Schätzungen mehr als 2.750.000 Zivilisten in Darfur betroffen. Eine humanitäre Katastrophe droht.
Der Vorsitzende von Genocide Alert, Robert Schütte, erklärt hierzu:
„Wieder nimmt die sudanesische Regierung die Bevölkerung Darfurs in Geiselhaft. Wieder werden Millionen unschuldige Zivilisten zum Opfer der rücksichtlosen Politik Präsident Bashirs. Ohne Zweifel ist sich die Regierung in Khartum darüber im Klaren, dass sie eine humanitäre Katastrophe heraufbeschwört. Das vollkommen inakzeptable Vorgehen gegen Frauen und Kinder in Darfur zeigt, dass die Friedensrhetorik nichts als heiße Luft ist.“
Des Weiteren erklärt Schütte, dass die internationale Gemeinschaft nun Handeln müsse:
„Den Verantwortlichen in Khartum muss nun durch die internationale Gemeinschaft klar gemacht werden, dass dieses Verhalten nicht akzeptiert wird. Wenn es nun in Darfur zu einer Hungerkatastrophe kommt, dann wäre dies als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu werten und zu bestrafen. Die internationale Gemeinschaft muss jetzt ihre Schutzverantwortung für die Menschen in Darfur wahrnehmen. Die Menschen in Darfur müssen vor den Verbrechen ihrer eigenen Regierung geschützt werden.“