UN Global Compact soll seinen Einfluss auf PetroChina nutzen um das Leiden in Darfur zu beenden.
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Robert Schütte
Präsident 'Genocide Alert'
+32.47.77.85.23.4
www.genocide-alert.de
Susan Morgan
Director of Communications
Investors Against Genocide
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www.investorsagainstgenocide.org
Zwei Tage vor der Jahreshauptversammlung des chinesischen Konzerns PetroChina am 15. Mai haben über 80 Organisationen und Personen der internationalen Zivilgesellschaft aus 17 Ländern den Global Compact der Vereinten Nationen in einem offenen Brief angeschrieben, damit dieser mehr Druck auf PetroChina zur Beendigung des Leidens in Darfur ausübt. PetroChina, eine faktische Tochtergesellschaft der Chinese National Petroleum Corporation, ist Mitglied des Global Compact und gleichzeitig Sudans größter Partner im Erdölgeschäft. Der Sudan investiert ca. 70% seiner Erdöleinnahmen in sein Militär, und damit in die Fortführung des Völkermords in Darfur.
Der Global Compact wird aufgefordert, im 60. Jahr der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die Einhaltung seiner sozialen- und menschenrechtlichen Grundsätze von seinen Mitgliedsunternehmen einzufordern. PetroChina ist durch seine engen und anrüchigen Geschäftskontakte zur Regierung in Khartum schon des öfteren in die Kritik geraten. Aus diesm Grund fordern die Unterzeichner des offenen Briefs, dass PetroChina umgehend Schritte unternimmt, um konstruktiv auf das Regime in Khartum einzuwirken. Sollte dies nicht innerhalb von 3 Monaten nachweislich geschehen sein, dann müsse seine Mitgliedschaft im Global Compact bis auf weiteres suspendiert werden.
Robert Schütte, Präsident von Genocide Alert und Mitunterzeichner des offenen Briefs, erläuter hierzu:
"Wir rufen PetroChina und die Vereinten Nationen auf, sich ihrer menschenrechtlichen Verantwortung zu stellen. Es kann nicht sein, dass sich PetroChina mit einer prestige-trächtigen Mitgliedschaft im Global Compact brüstet ohne die hiermit verbundenen sozialen Pflichten zu erfüllen. Aus diesem Grund muss der Global Compact handeln, wenn PetroChina seine Geschäftspraxis nicht ändert."
Zur Entstehung des offenen Briefs sagt Robert Schütte:
"Wir sind stolz darauf, dass sich mehr als 80 Organisationen aus über 17 Ländern zusammenfinden, um auf diesen Skandal aufmerksam zu machen. Wir zivilgesellschalftlichen Organisationen haben eine Wächterfunktion zum Schutz von Menschenrechten weltweit. Diesem Anspruch werden wir mit diesem offenen Brief gerecht. Transnationale Unternehmen müssen wissen, dass es trotz Globalisierung Verhaltensregeln gibt."
Zu Genocide Alert:
Genocide Alert ist eine deutsche
Menschenrechts-NGO, die für die Beendigung von Völkermord und
Verbrechen gegen die Menschlichkeit kämpft. Neben ihrem aktuellen
Arbeitsschwerpunkt auf der Krise in Darfur ist Genocide Alert Mitglied
des 'International Campaign to End Genocide'. Genocide Alert fordert
Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft zu entschlossenem Handeln
gegen Völkermord und jegliche anderen Brüche des humanitären
Völkerrechts auf.
- Den Brief im englischen Original finden sie unter: http://investorsagainstgenocide.net/UNGCandPetroChina



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