New York, 13. Oktober 2010 - Deutschland
wurde am Dienstag von der Vollversammlung der Vereinten Nationen
zu einem der
nicht-ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates gewählt und wird
somit im
Januar 2011 seine zweijährige Mitgliedschaft im mächtigsten
Gremium der
Vereinten Nationen antreten. Die deutsche
Menschenrechtsorganisation Genocide
Alert begrüßte die gestrige Wahl Deutschlands in den
Sicherheitsrat der
Vereinten Nationen. Gleichzeitig betonte Genocide Alert, dass
der Sitz im
Sicherheitsrat für Deutschland eine große Verantwortung mit sich
bringt.
„Ein Sitz im Sicherheitsrat bringt Macht und Einfluss - die Bundesregierung muss diesen Einfluss nutzen um sich für den Schutz der Zivilbevölkerung im Sudan und Kongo mit konkreten Taten einzusetzen. Schwarz-Gelb war bisher sehr zurückhaltend wenn es um die Lösung afrikanischer Konflikte ging. Wenn Deutschland seinen Anspruch auf einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat aufrecht erhalten will, müssen wir uns nun stärker ins Zeug legen“, kommentierte Robert Schütte, der Vorsitzende von Genocide Alert.
Zu
den schwierigsten Herausforderungen für den internationalen
Frieden und Schutz
von Zivilbevölkerung weltweit in den nächsten Jahren, gehören
unter anderem die
Konflikte im Sudan und der Demokratischen Republik Kongo. Beide
Konfliktsituationen werden während der Zeit Deutschlands im Rat
ausführlich im
Sicherheitsrat behandelt werden. Das für Januar 2011 geplante
Referendum im
Südsudan birgt die Gefahr einer erneuten Eskalation des Nord-Süd
Konfliktes im
Sudan, mit katastrophalen Folgen für die Zivilbevölkerung.
Deutschland sollte
vor und nach Januar 2011 zusammen mit der EU und den USA alle
möglichen
diplomatische Mittel nutzen, um Druck auf die sudanesische
Regierung zu erhöhen
um ein friedliches Referendum zu ermöglichen. Weiterhin sollte
Deutschland
seinen Sitz nutzen, um sicherzustellen, dass die UNMIS-Truppe
mit einem
eindeutigen politischen Mandat zum Schutz von Zivilisten sowie
den notwendigen
Ressourcen ausgerüstet wird. Auch bezüglich der andauernden
humanitären Krise
im Kongo wird Deutschland im Sicherheitsrat mehr Einfluss auf
die Aktionen der
internationalen Gemeinschaft haben, und sollte diesen Einfluss
auch nutzen.
Berlin sollte sich deutlich gegen einen Abzug der MONUSCO
Blauhelme aussprechen
und eine internationale Absicherung der Wahlen im Kongo 2011 auf
den Weg
bringen.



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die vorher noch nie etwas von Joseph Kony und den Gräueltaten der LRA gehört
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