Deutschlands Politik gegenüber Massenverbrechen – Ein historischer Überblick

Rassismus und skrupelloses Streben nach deutscher Größe gipfelten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Holocaust. Nach dem Zweiten Weltkrieg distanzierte die Bundesrepublik sich von der NS-Vergangenheit. Trotzdem schwieg das Land zu Massenverbrechen, wie in Ost-Pakistan oder Kambodscha. In Folge des Schocks über die Völkermorde in Ruanda und Srebrenica veränderte sich das deutsche Selbstverständnis angesichts solcher Gräueltaten zunehmend.

Diese Seite beleuchtet diesen Wandel in zwölf kurzen Fallstudien. Für jeden Fall fassen wir kurz zusammen, wie er in der deutschen Politik und Öffentlichkeit wahrgenommen wurde und welche Rolle Deutschland spielte. War Deutschland selbst Täter oder Mittäter? Wie wurden die Ereignisse in Politik und Medien diskutiert und welche Schlüsse wurden gezogen? Wie hat sich in der Bundesrepublik die deutsche Verantwortung für den Holocaust auf die Debatte ausgewirkt? Sah man Massenverbrechen in anderen Staaten als „Problem Anderer“ oder engagierte man sich aktiv für eine schnelle Beilegung und eine Ende des Leids?

Bei den analysierten Massenverbrechen handelt es sich um Fälle, die in der Literatur zu Völkermorden und Massenverbrechen seit Beginn des 20 Jahrhunderts eine zentrale Rolle spielen. Die vorliegende Liste ist demnach nicht abschließend, ermöglicht aber einen Vergleich über eine Zeitspanne vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Jahr 2015.

Die Fallstudien
Die Fallstudien
Völkermorde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Massenverbrechen während des Kalten Krieges
Gräueltaten in den 1990er Jahren
Konflikte im 21. Jahrhundert