"Eine Welt, ein Traum", das ist das Motto der
Olympischen Spiele 2008. Doch während China an seinem Image als
verantwortungsvolle und friedliche neue Weltmacht feilt, ist es
gleichzeitig stiller Komplize des ersten Völkermords des 21.
Jahrhunderts im westsudanesischen Darfur. Chinas Blockade im
UN-Sicherheitsrat hat seit 2003 ein Eingreifen der internationalen
Gemeinschaft verhindert. Bisher hat China seinen erheblichen Einfluss
auf das Regime in Khartum nur sehr widerwillig genutzt um die
humanitäre Lage in Darfur zu bessern und das Morden zu stoppen. Hierauf
aufmerksam zu machen hat sich Hollywood Superstar und UNICEF
Botschafterin Mia Farrow vorgenommen, die im Rahmen der internationalen
„Dream for Darfur“ Kampagne am 29. November Berlin besucht.
Durch seine Unterstützung des Regimes in Khartum ist China zum stillen Komplizen des ersten Völkermords dieses Jahrhunderts geworden. Anstatt ihrer völkerrechtlichen Verantwortung zum Schutz der Menschen vor Völkermord gerecht zu werden, hat die Volksrepublik China ihren Profit im Auge. Doch die Olympischen Spiele 2008 in Peking bieten eine einzigartige Möglichkeit, die internationale Öffentlichkeit über Chinas Komplizenschaft am Völkermord in Darfur zu informieren und Druck auf die chinesische Regierung auszuüben. Dieses Ziel verfolgen Dream for Darfur oder die Kampagne Genocide Olympics, welche die kommenden Olympischen Spiele als „Völkermord Olympia“ in die Geschichte eingehen lassen wollen. Ein prominentes Beispiel für den Einfluss dieser Kampagne ist der Sinnesweandel von Hollywoodregisseur Steven Spielberg, der als künstlerischer Berater an den Spielen beteiligt war. Nachdem er öffentlich mit der Nazi-Regisseurin Leni Riefenstahl verglichen wurde, schrieb er einen Brief an den Chinesischen Präsidenten Hu Jintao, in welchem er das Thema Völkermord und Darfur aufgriff und seine Aktivitäten bis auf weiteres suspendierte.
Nichts ist im chinesischem Kulturkreis schlimmer als sein Gesicht zu verlieren. Deshalb sollte Peking vor die Wahl gestellt werden: Entweder setzt sich China mit aller Kraft für ein Ende des Völkermords und die Stationierung einer internationalen UN-Truppe in Darfur ein. Oder die Olympischen Spiele 2008 werden im Zeichen chinesischer Komplizenschaft mit den Völkermördern in Khartum als „Völkermord Olympia“ in die Geschichte eingehen. Die bisherigen Erfolge zeigen, dass China sensibel auf internationalen Druck im Zusammenhang der Spiele 2008 reagiert. Es hängt nun von allen gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und sportlichen Akteuren ab, ob ausreichender Druck auf China organisiert wird, um das Morden in Darfur endlich zu beenden.
(Vorstand Genocide Alert)
Mehr Informationen sind verfügbar unter:
PDF Download Paper Genocide Olympics - 250 KB
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