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Für einen intersektionalen, umfassenden Vertrag über Verbrechen gegen die Menschlichkeit – Ein Genocide Alert Policy Brief

Bei den Verhandlungen zum Vertrag über die Prävention und Bestrafung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit muss sich Deutschland für einen Intersektionalität und Inklusivität einsetzen.

Worin sich Massenverbrechen unterscheiden: Unterscheidung und Überlappung

Worin unterscheiden und ähneln sich die Kernverbrechen des Rom-Status – Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und das Verbrechen der Aggression?

Worin sich Massenverbrechen unterscheiden: Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Verschiedene Tathandlungen, wie Tötung, Versklavung, Folter oder Vergewaltigung müssen nicht zwangsläufig Kriegsverbrechen darstellen, sondern können unter Umständen auch als Verbrechen gegen die Menschlichkeit verfolgt werden. Entscheidend ist dabei ihr Kontext.

Anwendung des Weltrechtsprinzips in Deutschland: Eine Verfahrenskritik

Die Oberlandesgerichte (OLG) in Frankfurt am Main und in Koblenz fällten am 30.11.2021 und am 13.01.2022 historische Urteile basierend auf dem Weltrechtsprinzip. In den Gerichtsverfahren mussten sich zwei Syrer wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ein Iraker unter anderem wegen Völkermords verantworten. Die Verfahren sind damit die ersten weltweit, die sich mit dem Völkermord an den Jesid:innen im Irak und den Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung des Assad-Regimes befassen.