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Jahresbericht 2019 veröffentlicht

Mit pandemiebedingter Verspätung veröffentlichen wir den Genocide Alert Jahresbericht 2019. Das Jahr 2019 begann für uns mit einem Erfolg in unseren langen Bemühungen um ein  stärkeres Engagement deutscher Parlamentarierinnen und Parlamentariern für die Prävention von Massenverbrechen: Der Bundestags-Unterausschuss „Zivile Krisen­prävention, Konfliktbearbeitung und integriertes Handeln“ hielt im Januar 2019 seine erste Sitzung ab, die speziell der […]

25 Jahre Srebrenica: Damaliges Versagen der UN ist bis heute eine Mahnung

Die bosnische Stadt Srebrenica ist bis heute ein Mahnmal des Scheiterns der Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft im Angesicht eines Völkermordes. Im Juli 1995 ermordeten dort bosnisch-serbische Truppen mehr als 8.000 muslimische Bosniaken. Es ist das schwerste Kriegsverbrechen auf europäischem Boden seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die in Srebrenica stationierten UN-Blauhelmsoldaten hatten den bosnisch-serbischen […]

Früher handeln statt später bedauern: Bilanz nach fünfzehn Jahren Schutzverantwortung

Häufig scheren sich Konfliktparteien in bewaffneten Konflikten kaum um die Leben von Zivilistinnen und Zivilisten. Auch in Friedenszeiten kommt es im Rahmen von „Aufstandsbekämpfung“ immer wieder zu schwersten Menschenrechtsverletzungen, wie der Massenexodus der Rohingya aus Myanmar zeigte. Eigentlich, so die Hoffnung vor einigen Jahren, sollten Massenverbrechen wie der Völkermord in Ruanda 1994 oder die Gräueltaten […]

Offener Brief an die Regierungen der Welt zur Unterstützung der Arbeit zur Prävention von Gräueltaten während der COVID-19-Pandemie

Die Corona-Pandemie droht diejenigen mit am härtesten zu treffen, die ohnehin kaum Schutz genießen und die bereits anderen Bedrohungen ausgesetzt sind. Genocide Alert hat daher gemeinsam mit dem Auschwitz Institute for the Prevention of Genocide and Mass Atrocities (USA) und Protection Approaches (Großbritannien) einen offenen Brief an die Regierungen der Welt verfasst. Über 50 weitere […]

Interview mit Simon Adams: „mass atrocities are a developmental catastrophe“

Simon Adams ist the Executive Director of the Global Centre for the Responsibility to Protect in New York. He has worked extensively with civil society organizations around the world. He has published several books on international conflict and is a reknown expert on issues of mass atrocity prevention and international justice. The Global Centre for […]

Interview mit Daniel Dückers: Bei Entwicklungszusammenarbeit wie sie auf Proklamationsebene gang und gäbe ist, „ist die strukturelle Prävention von Massenverbrechen im Konzept eingewoben“

Dr. Daniel Dückers ist Associate Research Fellow am GIGA German Institute of Global and Area Studies, einem Leibniz-Forschungsinstitut mit Sitz in Hamburg. Daniel Dückers Forschungsthemen umfassen unter anderemKonfliktanalyse, Zivile Krisenprävention, Entwicklungstheoretische Grundlagenforschung sowie Strategien zur Förderung nachhaltiger und egalitärer Gesellschaften. Er leitet leitet das Projekt „BMZ-Eskalationspotenzialanalyse“ (ehemals „Krisenfrühwarnung für das BMZ“). Jüngere Publikationen von Daniel […]

Interview mit Alex Bellamy: „Structural atrocity prevention is about reducing atrocity risks and building resilience“

Alexander Bellamy is Director of the Asia Pacific Centre for the Responsibility to Protect and Professor of Peace and Conflict Studies at The University of Queensland, Australia. He is an expert on Human protection, Peacekeeping, and the Responsibility to Protect. His research research and policy consultancy focusses on the prevention of genocide and mass atrocities […]

Entwicklungszusammenarbeit und strukturelle Prävention von Massenverbrechen – ein Debattenprojekt

In Deutschland hat das Prinzip der Schutzverantwortung immer wieder öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen, insbesondere durch die humanitäre Intervention von Frankreich, Großbritannien, den USA und ihren Verbündeten in Libyen im Jahr 2011. Viel zu oft steht jedoch die Frage der internationalen Reaktion auf Massenverbrechen mit Hilfe militärischer Gewalt im Mittelpunkt der Diskussion. Die frühzeitige Prävention […]

Hoffnungszeichen und Risiken im Sudan nach Monaten des zivilen Aufstandes und dem Sturz Omar al-Bashirs

Der Sudan befindet sich nach der Absetzung von Omar al-Bashir am 11. April 2019 in einem grundlegenden Umbruch. Al-Bashir, der vom International Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in Darfur gesucht wird, war einer der am längsten herrschenden Führer Afrikas. Sein Sturz wurde durch eine anhaltende und vor allem friedliche Kampagne einer vielfältigen […]